Band mit Tradition
Pain of Salvation ist eine Band mit Tradition. Das kann man durchaus sagen, wenn ein elfjähriger Junge 1984 eine Gruppe aus der Taufe hebt, die es 2007 noch immer gibt. So geschehen bei dieser Band. Mastermind und Leadsänger Daniel Gildenlöw steht auch heute noch voll und ganz hinter seiner Schöpfung. Zugegeben, die Musik von Pain of Salvation ist für das Herkunftsland Schweden nichts besonderes, aber so, wie Gildenlöw die Band bis heute entwickelt hat, spricht einiges für die Genialität des Musikers.
Ließ der Vorgänger "Be" von 2004 schon aufhorchen, weil Pain of Salvation auf diesem Album zusammen mit einem kleinen Symphonie-Orchester gespielt haben, gelingt der Band mit der neuen Platte "Scarsick" erneut ein kleiner Quantensprung. Das hat allerdings zur Folge, das mit Sicherheit zahlreiche treue Fans etwas schockiert sein werden, denn Pain of Salvation klingt gelinde gesagt sehr anders als sonst und versucht, sich neue zu entwickeln.
Das führt dann zu solch interessanten Songs wie "Spitfall", wo man denkt, man sei auf einer alten Rage against the Machine- oder Clawfinger-Platte gelandet. Definitiv handelt es sich aber um Pain of Salvation, deutlich wird das allein schon an der Art, wie gespielt wird. Nur, um beim obigen Beispiel zu bleiben, wollte Gildenlöw offensichtlich neue Ufer erreichen und hat das auch getan. Wie wir finden, sehr gut - aber die Fans sollten entscheiden, ob dieser relativ krasse Stilwechsel wirklich notwendig war, denn man muss sagen, dass es teilweise schon ziemlich seicht klingt. Fast schon wie bei einem Pop-Album...

