Intelligentes aus Frankreich
Jean Benoit Dunckel und Nikolas Godin sind Mods. Was nicht heißt, dass sie Parka tragend und The Who hörend auf alten Vespas durch die dunstigen Pariser Straßen düsen. Nein, die beiden sind Mods im klassischen Sinne des Wortes: Modernisten. Air haben sich von je her für das Neue begeistert.
"Pocket Symphony" ist Airs viertes reguläres Studioalbum und als solches der Nachfolger ihres 2004 veröffentlichten Meisterwerkers "Talkie Walkie". Obwohl "Pocket Symphony" sich deutlich von orthodoxen Pop-Modi abhebt, stellt es doch gleichzeitig auch eine Rückkehr zu den pastoral-atmosphärischen Klängen von Airs 1998er Debüts "Moon Safari" dar. Mal angenommen, Air waren konservative Politiker (was sie natürlich nicht sind), dann würden sie ihr neustes Werk vielleicht sogar als "Rückkehr zu den Grundwerten" beschreiben.
Nicolas hingegen drückt es so aus: "Dieses Album ist anders. Wir haben uns dazu entschieden, zu einem Soundtrack-artigen Stil zurückzukehren, mit mehr Instrumentals, und weniger richtigen Songs. Das neue Album zeigt die Musik von Air aufs Sparsamste reduziert. Jede Form von Exzess wird vermieden, alles bis auf die Knochen abgespeckt. Wobei, wie Nicolas erklärt, ihr Produzent Nigel Godrich einen unschätzbaren Beitrag leistete. "Er hat uns geholfen, Einfachheit zu akzeptieren, sonst würden wir unsere Songs wohl zu kompliziert gestalten."

