US-Band mit britischem Sound
Dank ihres Lonplayers "From Under The Cork Tree" konnte sich die Chigacoer Band Fall Out Boy in den USA jeder Menge Lobgesänge erfreuen, u. a. vom Rolling Stone. Der meinte nämlich, dass man die Jungs im Auge behalten sollte und möglicherweise könnte es sein, dass Fall Out Boy so richtig groß wird. Derlei Vorschusslorebeeren wollte sich die Band wohl nicht vermiesen und holten sich für das neue Album einen der besten US-Produzenten ins Boot: Babyface...
Das kann man beim Hören auf den ersten "Blick" nicht unbedingt hören, aber wir wollen's mal glauben. Was bei dem Longplayer auf jeden Fall auffällt: Er klingt nicht wie von einer Band aus Chicago - man ist eher an britische Bands erinnert. Der Vergleich zu "The Darkness" hinkt in der Tat ein bisschen, denn dafür ist das Ganze nicht "glammy" genug. Aber so richtig wie von "über den großen Teich" klingt das Album von Fall Out Boy ganz und gar nicht.
Eine Wertung ist das natürlich ist - warum auch, schließlich kann man das auslegen wie man möchte, gut oder schlecht. Gut ist auf jeden Fall, dass Fall Out Boy einen guten Querschnitt abliefern und dass die Platte nicht langweilig wird. Sicherlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber immerhin. Hier und da ein bisschen mehr Rock (wie bei "Don't You Know Who I Think I Am?", Nr. 8) hätte der Scheibe allerdings gut getan. Man sieht, eine geteilte Meinung - so richtig festlegen mögen wir uns nicht. Es entscheide also der/die geneigte Hörer/in...

