
Schwer erträglicher Einheitsbrei
Man hat es nicht leicht in der Unterhaltungsindustrie, vor allem nicht, wenn man in den USA tätig ist und schon einigermaßen erfolgreich ist. Ein Beispiel dafür ist Hillary Duff, die bisher bei uns überwiegend wegen ihrer schauspielerischen Leistung bekannt ist. Vielen wird sie sicher noch bekannt sein aus dem Film "Popstar auf Umwegen" oder der TV-Serie "Lizzy McGuire". Als Sängerin ist Hillary aber nicht zu unterschätzen, immerhin ist sie in den USA eine gemachte Frau mit eigenem Musikverlag und konnte für ihr letztes Album Doppel-Platin einsacken.
Und warum hat sie es nun schwer? Leicht zu erklären - wenn man sich gegen die vor allem im eigenen Land überwiegend afroamerikanische Konkurrenz durchsetzen will, dann muss man mit den Wölfen heulen. Andererseits darf man natürlich den nicht-afroamerikanischen Durchschnittsamerikaner verprellen und muss so einen unglaublich schwierigen Spagat zwischen Pop, Rap, HipHop, R'n B und Electro hinlegen, was manchen auch gelingt - Christina Aguilera ist hier ein Beispiel. Hillary Duff hat sich bei "Dignity" aber leider kein solches an ihrer Kollegin genommen, denn was sie hier abliefert, ist ein Einheitsbrei, der bestenfalls zum Kindergeburtstag bei McDonalds reicht.
Für US-Verhältnisse mag das ja klasse sein - um eine Platte mit einem echten Stempel (sprich einem Alleinstellungsmerkmal zu machen. Hillary Duff übertrifft sich im Laufe des Album selbst und erreicht bei Track 9 den absoluten Negativrekord, indem sie schamlos "I Just Can't Get Enough" kopiert. Aber warum auch nicht? Aus der Zielgruppe der Unter-14-Jährigen kennt das Original von Depeche Mode heute eh keiner mehr.
1. Stranger
2. Dignity
3. With Love
4. Danger
5. Gypsy Woman
6. Never Stop
7. No Work, All Play
8. Between You And Me
9. Dreamer
10. Happy
11. Burned
12. Outside Of You
13. I Wish
14. Play With Fire
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