"Hellblau" und immer noch echt
"Meine Zeit wird kommen im Jahr 2010, wenn wir uns wieder sehn'" – so eine Songzeile aus einer Zeit, in der Kim Frank noch Teil der erfolgreichen Teenieband "Echt". Wir schreiben zwar erst das Jahr 2007, dennoch scheint Kim Franks Zeit als Solokünstler nun gekommen zu sein, nachdem sie zunächst mit dem Ende von "Echt" abgelaufen schien Vor allem in den letzten Monaten seiner Band-Karriere und auch danach hatte Kim einiges durchgemacht, immer wieder hörte man von diversen Alkohol- und Drogenabstürzen. Doch daraus hat er gelernt und ist erwachsen geworden. Und startet nun einen neuen Anfang. Kim Frank ist wieder da, 6 Jahre nach dem Ende von Echt.
Wenn auch etwas erwachsener geworden, viel mehr spiegeln sich die 6 Jahre Entwicklung auf seinem neuen Album "Hellblau" allerdings auch nicht wider. Wie schon in seiner Zeit bei "Echt" macht Kim Frank auch heute deutschsprachigen Gitarrenpop, der sich schnell mal als Ohrwurm einnistet. Dass Kim musikalisch heute da weitermacht, wo er vor einigen Jahren aufgehört hat, ist allerdings kein Zufall. Nachdem er in diverse andere Richtungen experimentiert hat, ist er nun wieder bei seinen Wurzeln gelandet, und es macht ihn glücklich und stolz, zu wissen, dass er schon früher die richtige Richtung eingeschlagen hatte.
"Hellblau" dürfte somit schon mal alle ehemaligen Echt-Fans begeistern, ist darüber hinaus aber einfach - trotz oder vielleicht gerade wegen der geringen Entwicklung - ein nettes Album für jedermann, welches Kim Frank selbst als "unglaublich kraftvoll und trotz der oft eher melancholischen Texte doch irgendwie Lebens bejahend" beschreibt. Seine erste Single "Lara", in der Kim Frank die Trennung von seiner Freundin verarbeitet und mit der er beim Bundesvision Song Contest den dritten Platz belegete, ist eine gelungene Repräsentation des gesamten Albums. Obwohl einige Songs rockiger und andere eher balladesk angehaucht sind, gilt insgesamt: Wem "Lara" gefällt, der sollte auch mit "Hellblau" glücklich werden können.

