Bereitmachen zum Ausschalten!
Seit 2005 kennt man Michèle Luttenberger und Chrissi Klug aus Österreich als musikalisches Pop-Duo mit dem knackigen Namen "Luttenberger Klug", was eigentlich eher wie eine Rechtsanwaltskanzlei klingt. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der Bandname aus einer Not heraus geboren wurde, weil den Mädels leider nichts Kreativeres eingefallen ist. Mit der Musik von Luttenberger Klug scheint sich das ähnlich zu verhalten.
Hat man nur ein Promo-Album mit sieben Songs vorliegen, dann mag man sich zunächst denken: "Schade eigentlich". Hat man das Teil dann gehört, findet man es nicht mehr schade. Ganz im Gegenteil. Man ist dann eher versucht zu denken: "Gut, dass ich davon nicht noch mehr hören musste". Woran das liegt? In einem Wort zu sagen: Konzeptlosigkeit. Fühlt man sich zunächst an einen Song von Tokio Hotel erinnert, ist man drei Tracks später bei etwas angelangt, dass nach Yvonne Catterfeld klingt.
Einziger Unterschied: Tokio Hotel und die Catterfeld würden das ganz sicher besser machen und sich auch mal auf einen Stil einigen. Luttenberger Klug liefern hier ein Album ab, das nicht so richtig weiß, wo es hingehört. Mal soft, dann wieder rockig, alles durchgemischt ohne Linie und vor allem ohne Wiedererkennungwert. Ganz seichter Teenie-Pop auf niedrigem Level. Das kann man besser machen. Die Mädels haben das leider nicht hinbekommen. Aber... sie sind ja noch jung. Vielleicht klappt's beim nächsten Versuch.

