Remember the Quietsch Boys...
Mika wurde 1983 in Beirut geboren und heißt eigentlich Mica Penniman. Seit einiger Zeit lebt und arbeitet Mika in London und wurde dort auch entdeckt. Das lag maßgeblich an seiner 2006er Single "Relax, Take It Easy", die auf einem 1980er-Jahre Klassiker ("I Just Died In Your Arms" von der Cutting Crew) basiert. Dieser Titel bekam bei den britischen Musiksendern eine starke Rotation und konnte in einigen Staaten Osteuropas sogar in den Charts punkten. Gleiches gilt Schweden.
Anfang 2007 veröffentlichte der britische Fernsehsender BBC dann seine alljährliche Hotlist, auf der Mika auftauchte (wie früher auch schon z. Bsp. 50 Cent oder Franz Ferdinand). Dieses Rating verschaffte Mika einen ungeahnten Popularitätsschub - seine Single "Grace Kelly" schoss daraufhin sofort auf den ersten Platz der britischen Charts. Eine neuer englischer Superstar war geboren.
Nun legt Mika sein erstes Album vor. "Life In Carton Motion" lässt aufhorchen. Zwar kommt Mika mit seiner jugendlichen Stimme sehr, sehr hoch und sorgt mitunter für ein leichtes Zusammenzucken der Gehörgänge. Bei diesen Passagen fühlt man sich eher an Eunuchengesänge oder die ganz frühen BeeGees erinnert. Jawohl, es quietscht... leider. Das macht er aber wett, weil er an vielen anderen Stellen als gekonnter Sänger überzeugt. Mehr noch, denn Mika klingt wie Robbie Williams und Freddie Mercury in einer Person. Ein ungeheures Potenzial also. Hier und da fehlt seinen Songs noch der von echten Profis gewohnte Feinschliff. Für ein Debütalbum allerdings kann man nur sagen: Hut ab!

