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CD Kritik vom 30.3.2007

Sarah Connor: Soulicious

Sarah Connor: Soulicious | CD Kritik
Sarah Connor
Soulicious

Teilweise zu kitschig

Nachdem Sarah Connor uns in den letzten zwei bis drei Jahren überwiegend mit ihrer Familienplanung belästigt hat, will die 26-Jährige Delmenhorsterin uns nun zeigen, wie gut sie in Sachen Soul ist. Spätestens seit "From Sarah with Love" von 2001 wissen wir, dass Sarah (die eigentlich mit dem Nachnamen "Lewe" geboren wurde und nun dank Ehemanns Mark am Ende "Terenzi" heißt) so richtig gut Schnulzen singen kann. Neudeutsch heißt so was "Soul". Aber Vorsicht! Wer jetzt denkt, dass wir die neue Platte mit Soul-Klassikern hier verreißen wollen, der sollte etwas Geduld beweisen.

Ein echter Verriss wird's nämlich nicht (nur so'n halber). Dafür tauchen auf der Platte hier und da mal echt gut interpretierte Songs auf. Beispiel dafür ist "Get It Right" auf der Position vier. Das ist mal ein Song, der in Deutschland vermutlich durchfallen wird, weil er dafür schon wieder zu viel Soul hat. Klappt auf Malle irgendwie nicht - wie soll man sich im Sommer nach einem Eimer Sangria zu so einem komplexen Song bewegen... das überlassen wir mal lieber den Fans von Micky Krause.

Gefühlvoll singt sich Sarah dann durch den Rest der Platte und auch das kann sich hören lassen. Eines ist mal sicher - singen kann die Frau und gute Musik macht sie aus. Es ist nur immer schwer, die Grenze zwischen gefühlvollem Soul und schleimigen Kitsch nicht zu überschreiten. Und leider rutscht Sarah Connor manchmal auf die Kitsch-Seite. Nicht zu oft, aber es reicht für ein paar Punkte Abzug. Schon klar, größtenteils interpretiert die gute Frau nur Klassiker. Aber da gelten die gleichen Regeln.

Playlist:

1. The Impossible Dream (The Quest)
2. Soothe My Soul
3. Your Precious Love
4. Get It Right
5. Part Time Love
6. Sexual Healing
7. Son Of A Preacher Man
8. Soulicious
9. Love On A Two Way Street
10. One Day I'll Fly Away
11. I've Got To Use My Imagination
12. I Never Loved A Man (The Way That I Love You)
13. Same Old Story (Same Old Song)
14. If It's Magic

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