So klingt moderner Reggae
Stephen Marley ist der zweite Sohn von Reggae-Legende Bob Marley und während seine Geschwister wie alle anderen Kinder zur Schule gehen mussten, hing der kleine Stephen lieber bei seinem Daddy rum und schaute dem auf die Finger. Das scheint sich ausgezahlt zu haben, denn mit seinem Album "Mind Control" stellt Stephen (nicht zum ersten Mal) unter Beweis, dass er weiß, wie moderner Reggae zu klingen hat. Das zu lernen, dafür hatte er auch genügend Zeit - schon im zarten Alter von sieben Jahren griff er 1979 zur Gitarre und eiferte seinem Vater nach.
Auch als sein Vater noch mit den legendären Wailers live auftrat, sah man Stephen immer wieder fröhlich auf der Bühne das Tanzbein schwingen. Ein echter Reggae-Fan und -Musiker also. Auf seinem Album präsentiert Stephen Marley 11 originelle Tracks, die allesamt sofort ins Blut gehen. Von seinen Qualitäten konnte man sich zuletzt übrigens 2006 bei den Live 8-Konzerten überzeugen, wo er u. a. zusammen mit den Black Eyes Peas performte.
Wie gesagt, seine Platte geht ins Blut und legitimiert Stephen Marley als einen würdigen Nachfolger seines Vaters. Gekonnt mischt er auf "Mind Control" traditionelle Elemente mit modernen Bestandteilen von HipHop, Rap und R'n B. Das ergibt dann schon eine sehr interessante Mischung und könnte durchaus als "NuReggae" bezeichnet werden. Der Zeitgeist ist also auch bei relaxter Musik aus Jamaica nicht zu stoppen. Gut so, finden wir und empfehlen ein wirklich sehr gutes und hörenswertes Album.

