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CD Kritik vom 5.4.2007

Die Fantastischen Vier: Fornika

Die Fantastischen Vier: Fornika | CD Kritik
Die Fantastischen Vier
Fornika

Qualität setzt sich durch

Thomas D, Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon sind der Mehrheit bekannt als "Die Fantastischen Vier". Was vermutlich auch jeder weiß ist die Tatsache, dass die "Die Fantastischen Vier" den Grundstein für deutschsprachigen HipHop und Rap gelegt haben. Das geschah 1992 mit der Single "Die da?!" - einziges Problem an diesem Song war, dass er dermaßen erfolgreich war, dass die Band selbst den Titel irgendwann nicht mehr hören konnte. Für den Großteil der Bevölkerung schien das nicht weiter schlimm, schließlich landete der Song auf Platz 2 der Charts und eröffnete dem Stuttgarter Quartett ungeahnte Möglichkeiten.

15 Jahre später sind "Die Fantastischen Vier" erwachsen, haben ein eigenes Label am Start, Smudo wird in Kürze Vater, Thomas D lebt auf einem Öko-Bauernhof und nur noch alle paar Jahr wird neue Musik veröffentlicht. Das reicht allerdings aus, um den Kultstatus zu wahren. Was die Fantas mit der neuen Platte "Fornika" abliefern, reiht sich in eine gewisse Genialität ein, die man spätestens seit der 1994er-Single "Tag am Meer" immer mal wieder bei den Herren aus Baden-Württemberg feststellen kann. Deutlichstes Indiz für diese Genialität ist der Umstand, dass wirklich keine Platte wie die andere klingt - das gilt übrigens auch für Singles, was uns zur ersten Single-Auskopplung "Ernten, was wir säen" bringt. Auch hier (und das war 2004 bei "Troy", 1999 bei "MfG" und 1995 bei "Sie ist weg" so) erfindet sich das Quartett neu - wie man das gewohnt ist.

Und es handelt sich nie um leichte Kost. Natürlich machen die Fantas nach wie vor Musik, die massentauglich ist und auch in der Masse gehört wird. Diese Tatsache brachte ja schon in den 1990ern Probleme mit sich, da der Rest der deutschen HipHop- und Rap-Szene (die es aber so ohne die Fantas gar nicht geben würde, mal abgesehen von unseren Freunden aus Frankfurt). Thomas D und seine Jungs gleiten allerdings nie in belanglose Gefilde ab, produzieren immer einwandfreie Platten, haben Text mit Inhalt und Tiefgang. Sie denken nach, bringen Qualität. Das ist gut und das klappt seit 15 Jahren. Hoffentlich bleibt das auch noch ein paar Jahre so.

Playlist:

1. Mehr Nehmen
2. Ernten was wir säen
3. Einfach Sein
4. Yeah Yeah Yeah
5. Nikki war nie weg
6. Fornika
7. Du mich auch
8. Mission Ypsilon
9. Ichisichisichisich
10. Einsam und zurückgezogen
11. Flüchtig
12. Du und sie und wir
13. Was bleibt

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