Gewohnt solider Auftritt
Das Casting-Geschäft ist schon verrückt - während allerorts und weltweit immer wieder nach neuen Talenten gesucht wird, ist die deutsche Casting-Band der ersten Stunde nach einer mehrjährigen Auszeit wieder zurück. Das zwar nur zu viert, aber die No Angels wollen mit ihrem neuen Album "Destiny" an alte Megaerfolge anknüpfen. Die Chancen dafür stehen ja bekanntlich nicht schlecht, schließlich konnten die No Angels zu Beginn des Jahrzehnts eine große Fanbase aufbauen, die ihren Heldinnen jetzt sicher nicht den Rücken kehren werden.
Und wie in alten Zeiten liefern die No Angels auch mit ihrem neuen Album eine gekonnte Mischung aus massengeschmacklichem Pop, versetzt mit Elementen aus Rock, Soul und Dance. Das klappte auch schon vor ein paar Jahren und wird auch jetzt wohl kein Schuss in den Ofen sein. Verantwortlich dafür sind vor allem die wie immer eingängigen Melodien und natürlich auch die guten Stimmen der vier Damen. Allerdings sind die ziemlich gereift und klingen jetzt nicht mehr so ganz nach Teenie. Das sollte aber auch niemanden stören, schließlich müssen sich Künstler weiterentwickeln.
Das zu tun und sich dabei dennoch treu zu bleiben, das ist die Schwierigkeit. Die No Angels meistern diesen Drahtseilakt auf "Destiny" ganz ordentlich. Um mal auf dem Teppich zu bleiben: Die Platte ist nicht DER große Wurf des Musikjahres 2007, hat aber auf jeden Fall das Potenzial zum Hit-Album. Etwas anderes hatte wohl aber auch niemand erwartet.
Mehr Infos gibt es in der No Angels-Biografie.

