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Nicht schön, aber selten.
The Young Knives wurden an ihrer Schule zur Band mit dem wenigsten Rock-Potential gewählt. Aber das ist ja auch so ein Image-Ding. Wer keine Show macht und noch dazu nur bei den Mädels aus der Unterstufe ankommt, und das noch nicht einmal wegen seines Aussehens, gewinnt eben keine Aula-Pokale. Wer dabei aber originell, oder härter formuliert - bekloppt genug auftritt, und dadurch bei Andy Gill, Eindruck schindet, der lacht eben zuletzt.
Der Gitarrist der legendären Gang Of Four fand die drei etwas nerdig anmutenden Jungs sogar so faszinierend, dass er kurzerhand ein Album mit ihnen produzierte.
"Voices of Animals and Men" ist auch mindestens genauso neben der Spur wie die Jungs selbst. Erst glaubt man, reinen Britrock zu hören, dann verschiebt sich der Song ins Post-punkige und im nächsten Moment schummeln sich sogar Jazz-Elemente zwischen die geraden Beats. Dann irgendwas Experimentelles mit fiepender Stimme, und plötzlich: Tanzboden-Rock vom Feinsten. Nun denn. Was soll man dazu sagen? Am besten, man hört erstmal in die Scheibe rein und macht sich sein eigenes Bild.
Apropos Bild: optisch bringt es das Trio allerdings auf den Punkt. Wer sich mit einer bunten Jacke aus Stofffetzen neben einer riesigen Vogelscheuche ablichten lässt, kann doch eigentlich nicht alle Tassen im Schrank haben. Aber mal ehrlich: genau das ist es doch, was wir brauchen. Bekloppte, die auch noch Musik machen, und sich selbst nicht zu ernst nehmen.
Playlist
1. Part Timer
2. Decision
3. Weekend and Bleak Days (Hot Summer)
4. In the Pink
5. Mystic Energy
6. Here Comes the Rumour Mill
7. Tailors
8. Half Timer
9. She's Attracted To
10. Dialing Darling
11. Another Hollow Line
12. Coastguard Reinhören
13. Loughborough Suicide
14. Tremblings of Trails
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