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CD Kritik vom 18.5.2007

Erasure: Light At The End Of The World

Erasure: Light At The End Of The World | CD Kritik
Erasure
Light At The End Of The World

Synthiepop wie vor 20 Jahren

Vince Clarke und Andy Bell. Ja, die beiden Herren gibt's auch noch. Und sie machen noch immer Musik mit ihrer Band Erasure. Heute wie vor 20 Jahren. Da hat sich nicht viel geändert. Hat es sich wirklich nicht, denn Clarke und Bell haben sich konsequent geweigert, sich weiterzuentwickeln. So wie das zum Beispiel die Kollegen von Depeche Mode gemacht haben. Aber man kann es sich auch anders erklären: Erasure bleiben sich 100%ig treu, machen Synthiepop (weil sie das können) und halten sich an den alten Spruch von Konrad Adenauer - keine Experimente.

Was kommt dann dabei raus? Ein Album wie "Light At The End Of The World", dass nicht nur musikalisch klingt wie ein einziger Retrotrip, sogar der Name erinnert an die guten alten Titel der Alben, wie es früher einmal war. Für Leute, die Synthiepop lieben, haben Erasure vermutlich das beste Album des Jahre hingelegt. Aber es bleibt ein fader Beigeschmack. Der zugegeben moderne Klang des Album erinnert doch hier und da an allzu seichte Popmelodien. Da steckt nicht viel hinter - der Eindruck zwängt sich auf. 

Man hätte vermutlich doch etwas mit der Zeit gehen sollen und nicht nur den Klang, sondern auch das Konzept modernisieren. So wie auf "Light At The End Of The World" ist es eindeutig zu wenig, was Erasure präsentieren. Und wenn man schon die gleiche Musik wie vor 20 Jahren macht und sich dazu entschließt, sich nicht zu ändern, dann muss man sich wenigstens selbst toppen. Aber ein Hit eie z. Bsp. "Sometimes" ist auf "Light At The End Of The World" nicht zu finden. Leider Fehlanzeige... leider...

Playlist:

1. Sunday girl
2. I could fall in love with you
3. Sucker for love
4. Storm in a teacup
5. Fly away
6. Golden heart
7. How my eyes adore you
8. Darlene
9. When a love leaves you
10. Glass angel
11. Be my baby
12. I don't know why

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