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Macy Gray: Big

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21. November 2008
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Macy Gray
Big

Genre: Soul, Kritik vom 27.3.2007
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Viel zu aufgeplustert

Zugegeben - Macy Gray ist mit einer Ausnahmestimme gesegnet, die in der heutigen Poplandschaft ihres gleichen sucht. Die Kunst ist allerdings, die richtige Musik zur Stimme zu finden. Auf ihrem neuen Album, das den Titel "Big" trägt, ist das leider in den allermeisten Fällen misslungen. Man kann eine überpräsente Stimme wie die von Macy Gray weder zurücknehmen, noch aufplustern. Das Album erinnert an einen Laufsteg, auf dem sich die Sängerin in immer anderen Gewändern präsentieren muss. Mal wird sie poppig dargestellt, mal ist sie die R´n B Lady, ein anderes Mal sogar Disco Queen. Klar, sie ist ein Profi und macht überall eine passable Figur, aber authentisch wirkt das Album auf keinen Fall.

Big hat allerdings auch einige wenige gute Momente. Zum Beispiel die Motown-Anlehnung "Ghetto Love". Hier steht eindeutig die Stimme im Vordergrund, und man bekommt eine Ahnung davon, wie gut das Album geworden wäre, hätten sich die Produzenten ein wenig mehr zurückgenommen. Da es sich bei eben diesen Produzenten allerdings um Will.i.am von den Black Eyed Peas handelt, hat sich das Thema Schlichtheit auch schon wieder erledigt. Man hat ja schließlich auch ein Image, das mit in den großen Topf geworfen werden muss. Und fertig ist das "Viele Köche verderben den Brei" Konzept. Aufplustern funktioniert eben nur mit Popsternchen, die sonst vollkommen langweilig wären (siehe Britney Spears).

Für die klassische R´n B Nummern ist Macy´s Stimme zu kantig, und reine Popsongs wären Perlen vor die Säue. Ein gutes Beispiel dafür ist "One For Me". Hier bekommt man fast das Gefühl, Macy Gray hätte einen Maulkorb umgeschnallt bekommen, so brav und bieder, wie die Sängerin hier dargestellt wird, ist sie bei weitem nicht. Noch schlimmer wird es bei Songs wie "Get Out". Hier versucht der Produzent, aus der Künstlerin eine Art Justin Timberlake, oder weiblicher - Madonna auf dem Dancefloor, zu basteln. Der wahrscheinlich einzige Track des Albums, der an die Macy Gray erinnert, wie wir sie bislang kannten, ist ironischerweise der Letzte des Albums. AEIOU - schlichter Titel, schlichter Song, starke Stimme - Punkt. Das ist nichts dolles, aber es wirkt wenigstens echt. Zum Schluss noch ein Wunschvorschlag fürs nächste Album: Wie wär´s denn mal mit einem Live Mitschnitt einer Jazz-Bar-Tour mit Amy Winehouse?!

Playlist

1. Finally Made Me Happy
2. Shoo Be Doo
3. What I Gotta Do
4. Okay
5. Glad You're Here
6. Ghetto Love
7. One for Me
8. Strange Behavior
9. Slowly
10. Get Out
11. Treat Me Like Your Money
12. Everybody
13. AEIOU (bonus)

Macy Gray

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