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Soundmix mit Beatles-Geschmack
Wo liegt die Schnittmenge zwischen Nashville, New Orleans und Liverpool? Die geographische Antwort auf diese Frage lautet wahrscheinlich: Irgendwo im Atlantik. Musik-Interessierte würden jedoch "Octopus" entgegnen, und sich über die Fragezeichen in den Gesichtern der Unwissenden freuen.
So nämlich lautet der Titel des aktuellen Bees-Albums. Die 6 Bandmitglieder wohnen auf der Isle of Wight, und da hat man ja bekanntlich Zeit. Zeit, seine Kreativität so richtig auszureizen. Monatelang verschanzten sich The Bees im eigens zusammen geschnorrten Studio, um ihren Mix aus Motown-Easylistening, mit Jazz-und Countryeinfluss zusammen zu wurschteln. Und damit noch nicht genug. Jedes gute Gericht braucht schließlich ein dominierendes Gewürz. In diesem Fall haben sich die Bienchen aus dem Topf der Käfer bedient. Ein gewisser Beatles Einfluss ist unüberhörbar. Das liegt natürlich auch an den psychodelischen Klängen, die sich beizeiten in die Country Gitarren und Bläser hineinmogeln.
Alles in Allem bleibt "Octopus" allerdings Unterhaltungsmusik. Was für nebenbei. Aber es hat durchaus Charme, zumindest wenn man nicht auf seichte Untermalung steht. Dafür ist die Platte dann doch zu speziell. Optimale Einsatzfähigkeit: Ein alter Mustang, eine heruntergekurbelte Scheibe, eine Landstrasse, kein Ziel. Dann erst hört man den Shuffle Rhythmus, die Kopfstimmen-Background-Sänger und die Schweineorgel raus, und man fühlt sich gut. So, wie man sich als alter Hippie wohl fühlen muss. Also: Holt Euch die Bienchen und dann ab in die Blümchen. Aber nicht den Cowboy-Hut vergessen…
Playlist
1. Who cares what the question is?
2. Love in the harbour
3. Left foot stepdown
4. Got to let go
5. Listening man
6. Stand
7. (This is for the) Better days
8. The ocularist
9. Hot one!
10. End of the street
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