Auf den Spuren von Xavier Naidoo
Murat Ersen, geboren 1984 in Köln ist in der deutschen Musikszene besser unter dem Künstlernamen Muhabbet bekannt. Das klingt nicht nur besser, sondern macht auf seine arabischen Wurzeln aufmerksam, die seine Musik natürlich immens beeinflussen. Grade für einen Musiker mit Migrationshintergrund sind diese Einflüsse wichtig und für Muhabbet mittlerweile schon mehr als ein Markenzeichen.
Die Einflüsse im Arabeske-Stil orientalischer Pop-Musik fehlen natürlich auch auf dem neuen Album "In deinen Straßen" nicht. Man sollte für diese Art von Musik natürlich einen gewissen Zugang mitbringen, besser noch natürlich den geeigneten kulturellen Hintergrund. Aber auch ohne den kann die Mischung aus deutschsprachigem HipHop und arabischer Musik durchaus bestehen und das, was Muhabbet abgeliefert hat, klingt gut. Kein Meisterwerk, aber man merkt, dass er was auf dem Kasten hat.
Außerdem ist Muhabbet mit seiner neuen Platte mal eine gelungene Abwechslung - bisher zeichnen sich Musiker mit Migrationshintergrund in der deutschen HipHop- und Popkultur eher durch harte Beats und dreckige Vocals aus. Muhabbet macht das nicht und befleißigt sich einer gehobenen Aussprache. Derartiges erwartet oder kennt man höchstens noch von Xavier Naidoo. Der spielt freilich noch eine Liga höher. Aber Muhabbet ist erst so richtig seit Herbst 2007 am Start. Da hat er noch ein bisschen Zeit.

