Zu wenig für Sir Paul
Paul McCartney gibt es auch noch als Musiker. Das ist in den letzten Monaten im Streit mit Noch-Ehefrau Heather Mills gern mal untergegangen. Der Ex-Beatle war nebenbei mit den Arbeiten an seinem neuen Album "Memory Almost Full" beschäftigt. Und da war der Titel wohl Programm, denn McCartney hat seinen Zenith leider schon lange überschritten. Das, was Sir Paul da auf seinem neuen Album zusammengeschustert hat, stellt nur einen Schatten seiner eigenen musikalischen Laufbahn dar.
"Memory Almost Full" hat nicht mal das Zeug für einen Rummel in McCartneys Wohnsiedlung, so langweilig ist die Platte. Eigentlich klingt ja alles ganz nett, aber man hätte dem Ex-Beatle doch schon mehr zutrauen können. Einziger Lichtblick ist der Titel "Only Mama Knows", bei dem Paul McCartney mal halbwegs an alte Zeiten anknüpfen kann, wenn er zuerst mit einer extrem melancholischen Melodie hausieren geht, um später richtig gut abzurocken. Das ist allerdings für ein komplettes Album ein bisschen wenig und kann den schlechten Eindruck nicht bessern.
Was soll man da machen? Anlage aus? CD gar nicht erst kaufen? Sicherlich werden alle Paul McCartney-Fans (von denen es eine Menge gibt) diese Platte lieben, weil sie eben Fans sind. Trotzdem muss auch ein McCartney ein bisschen mit der Zeit gehen, ansonsten ist es nicht lustig, sondern einfach nur platt. Und das hat der Ex-Beatle eigentlich nicht nötig...

