Gute Musik trifft gute Künstlerin
Rihanna, die eigentlich Robyn Rihanna Fenty heißt, gilt derzeit als einer der besten, größten und heißesten Acts in Sachen R&B und HipHop und ist in den USA sowieso ein Lieblingskind, nicht nur von Jay-Z, der wohl zu den größten Förderern der 19-Jährigen gehört. Das hat sich auch beim neuen Album "Good Girl Gone Bad" nicht geändert, zumal Rihanna auf Def Jam veröffentlicht hat. Und bei Def Jam hat Jay-Z bekanntlich die Finger im Spiel und zieht die Strippen.
Aber was bietet Rihanna auf ihrem neuen Album? Eigentlich eine recht gekonnte Mischung aus Pop, R&B, HipHop und Dancehall. Mit ihrer Stimme verbindet sie Sound und Text gekonnt zu stimmungsvollen Songs, die nicht nur reinen Genre-Fans gefallen. Die Platte ist ausgewogen und bietet etwas für jeden Geschmack. So sollte das bei einem massentauglichen Album ja auch sein. Bemerkenswert ist auch der bei Rihannas Musik in den USA zu beobachtende Trend, dass "Black Music" immer mehr elektronische Einflüsse bekommt. Ein Tribut an europäische Verhältnisse? Wohl kaum - dieses Phänomen ist eher der globalen Musikentwicklung zuzuschreiben. Zu Rihannas Musik passt der Electro-Einfluss allerdings hervorragend.
Mit nur 12 Songs hätte man dem musikalisch gewichtigen Nachwuchs vielleicht ein paar weitere Tracks zugetraut. Mehr blieb nach den Studio-Produktionen aber wohl nicht übrig. Nicht so tragisch, denn die Songauswahl, die getroffen wurde, kann überzeugen. Doch, wirklich: "Good Girl Gone Bad" ist ein sehr gutes Album geworden, dass man ruhigen Gewissens empfehlen kann. Insofern - einfach mal bei Rihanna reinhören.

