
Songpoesie
"Es gibt Songs, zu denen passt einfach ein englischer Text. Manche Dinge lassen sich wiederum besser in deutsche Worte formen. Und wenn es die Worte nicht gibt, um ein Gefühl zu beschreiben, dann erfinde ich sie eben. Bei uns sucht sich jeder Song seine Sprache selbst." Cristin Claas gibt einfache, oft verblüffende Antworten. Und wenn sie singt oder spricht, scheint es völlig einleuchtend und natürlich, dass sich in ihrem Gesang verschiedene Sprachen, Laute und Fantasie-Idiome mischen - eigentlich ein "unerhörtes" Phänomen in der aktuellen Musiklandschaft.
Doch an Cristin Claas und ihren Mitmusikern Christoph Reuter (Piano, Fender Rhodes) und Stephan Bormann (Gitarre) wirkt nichts so recht unerhört, mal abgesehen davon, dass sie musikalisch vor wenig Halt machen: unprätentiös, aufgeräumt, augenzwinkernd und direkt sind treffende Attribute. So sehen Menschen aus, die sich ihrer Musik sehr bewusst sind, ohne zuviel darüber nachzugrübeln.
Ihren musikalischen Platz haben die drei Musiker bereits gefunden, sie kennen den Boden, auf dem sie fest mit beiden Beinen stehen. Der Grundgedanke ist einfach: sich selbst zu Musik machen. "Wir sind in der DDR viel mit deutschem Liedgut in Kontakt gekommen, haben Jazz studiert, hören aber auch gern Pop und Klassik. Die Musik passiert einfach aus uns heraus." Was herauskommt, passt in keine Schublade, außer in die eigene. Und die betiteln sie, ganz einfach, mit "Songpoesie".
1. I'm waiting
2. In the shadow of your words
3. Röslein
4. Unschuld
5. Daydreams
6. On a roof
7. Nordwind
8. Underwater woman
9. Wednesday
10. Ze duch mae
11. Mother tongue
12. Indian summer
13. Venedig
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