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Nur Radio Pop
Marion Raven ist hierzulande noch gänzlich unbekannt. Nur Freunde von Meat Loaf und Pink dürften die Sängerin als Vorgruppe auf ihren Konzerten erlebt haben. Wenn man den Berichten Glauben schenkt, ist sie live auch gar nicht mal so übel. Aber eine Akustik Gitarre, und dazu eine charismatische Frau am Klavier - das wirkt ja eigentlich immer. Darum sind hier erst einmal ein par Details zu Marion Raven, um dem ganzen ein bisschen mehr Substanz zu verleihen:
Marion Elise Ravn, so ihr bürgerlicher Name leitet sich vom Norwegischen Wort für Rabe ab. Da fiel die Wahl des Künstlernamens nicht schwer. Aufmerksame Leser dürften nun auch den Geburtsort der 23-Jährigen behalten haben: richtig, Norwegen. Dort ist die Rockröhre auch schon ein echter Star, und das nicht allein durch ihre vorige Band. Zusammen mit Marit Larsen gründete sie Mitte der 90er das Duo M2M, mit dem sie fast 10 Jahre äußerst erfolgreich durch die Lande tourte. Seit einigen Jahren ist die Brünette jetzt Solo unterwegs, und in ihrem Heimatland nicht weniger erfolgreich. Dieser Erfolg soll sich mit ihrem Album "Set Me Free" jetzt auch bei uns einstellen. Die Chancen stehen auch gar nicht mal so schlecht, denn Marion Raven ist sowas von Mainstream, dass es auf allen Radiosendern gleichermaßen gespielt werden kann. Ihr Stil ist ein Mix aus Pink und Avril Lavine, aber im Gegensatz zu diesen beiden Powerfrauen wirkt ihr Gehabe bieder und viel zu brav.
Die wenigsten werden Marion Raven live auf der Bühne erleben, darum kann man nur davon ausgehen, wie es auf dem Album rüberkommt. Und was einem hier vor die Biker Stiefel geworfen wird ist leider alles andere, nur nicht authentisch. Und aus diesem Grund ist "Set Me Free" auch nichts weiter als belanglose Radiomusik. Das funktioniert beim Autofahren oder beim Stullen für die Kinder schmieren, aber vom rebellischen Powerfrauen-Status ist die Norwegerin trotz Lederklamotte auf dem Cover weit entfernt. Nichts desto trotz wird sie Erfolg haben, denn schließlich ist die Masse mit ein paar E-Gitarren und einer hübschen Frontfrau schon immer zufrieden gewesen. Dann noch ein paar Ohrwurm-Refrains plus ein Supi-Video auf Viva, und der Drops ist gelutscht. Da braucht sich Marion Raven gar keine Sorgen über ihr leicht verdientes Geld zu machen, und auch den findigen Produzenten wird es sicher freuen, dass das Konzept Leder-Lady einmal mehr aufgegangen ist.
Playlist
1. Set Me Free
2. Falling Away
3. Crawl
4. Here I Am
5. Thank You For Loving Me
6. 13 Days
7. Break You
8. Heads Will Roll
9. For You I'll Die
10. At The End Of The Day
11. All I Wanna Do Is You
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