
Die Renaissance des Oldschool?
Common heißt eigentlich Lonnie Rashid Lynn und wurde 1972 in Chicago geboren. Bereits im Alter von 20 Jahren veröffentlichte er 1992 sein erstes Album. Der mit "Can I Borrow A Dollar" betitelte Silberling war allerdings nicht ganz unumstritten. Dank relativ derber frauenfeindlicher Sprüche auf der Platte machte Common sich das Leben zu Beginn seiner Karriere selbst schwer. Zwei Jahre später präsentierte er mit "Resurrection" allerdings ein durchweg gelungenes Album, das die Kritiker zum Schweigen brachte.
Common steht für Oldschool. Seit Beginn seiner Karriere hält er nichts von großartigen Experimenten und will seinem Stil treu bleiben. Das hört man auch auf seinem neuen Album "Finding Forever", an dem sein alter Kumpel Kanye West maßgeblich mitbeteiligt ist. So hat er zahlreiche Songs geschrieben und auch bei der Produktion seine Finger im Spiel gehabt. Ergebnis ist ein interessantes Album, das ein bisschen klingt wie afro-amerikanische Musik aus vergangenen Zeiten - Oldschool eben.
Dennoch macht Common durch seine musikalische Treffsicherheit, seine gelungenen Raps und seine alles andere als inhaltslosen Texte "Finding Forever" zu einem echten Hörgenuss, abseits von heutigen platten Gangsta- und Beef-Plattitüden. So eine CD macht Spaß und beweist, dass sich im HipHop eben nicht alles um Stress und Gewalt dreht. Fragt sich nur, ob Common mit seinem altmodischen Verständnis von Rap-Musik punkten kann. Das werden dann wohl die Verkaufszahlen zeigen.
1. Intro
2. Start The Show
3. The People
4. Drivin' Me Wild
5. I Want You
6. Southside
7. The Game
8. U, Black Maybe
9. So Far To Go
10. Break My Heart
11. Misunderstood
12. Forever Begins
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