
Es mangelt nicht am Schwung
Seit 2000 gibt es The Dead 60s, wobei sie zu Anfang noch die Namen Resthome und Pinhole verwendeten. Seit 2003 allerdings kennt man die Band aus Liverpool als The Dead 60s. Ihr Stil ist recht eigenwillig und stellt eine Mischung aus Punk-Rock, Ska und Reggae dar. Nun liegt mit "Time To Take Sides" das neue Album vor. Anfang 2007 wurden The Dead 60s in Deutschland bekannt, als der Song "Ghostfaced Killer" in einem Remix zum Titelsong des Films "Der Wixxer" avancierte. Mit der neuen Scheibe will das britische Quartett diesen Schwung nutzen.
Schwung haben die Herren auf jeden Fall. Das wird gleich beim Opener auf "Time To Take Sides" deutlich. Hört man sich weiter durch das Album durch, dann klingt's zwar nicht bahnbrechend originell, dafür aber relativ abwechslungsreich und dementsprechend nicht langweilig. Zwar kann man den Ursprung von The Dead 60s immer deutlich hören (britisch klingt halt britisch), das geht aber in Ordnung. Man hat schon schlechtere Musik von der Insel gehört. Die Punkrock-Einflüsse nehmen allerdings deutlich ab, je weiter das Album fortschreitet. So bekommt man den Eindruck, als lägen die Präferenzen der Band doch eher auf Ska und Reggae.
Auch sanfte Töne sind am Start (Beispiel: "Last Train Home"). Dabei können The Dead 60s aber nicht wirklich überzeugen. Klingt alles ein wenig gezwungen und sehr fade und zähflüssig. Außerdem passt die Gesangsstimme hier so richtig überhaupt nicht. Aber nun gut. "Time To Take Side" von The Dead 60s ist ein ordentliches Album, die Band hat Potenzial. Die Zukunft kann interessant werden. Halten wir also Augen (und Ohren) offen.
1. Bolt Of Steel
2. Beat Generation
3. Stand Up
4. Start A War
5. Dull Towns
6. Last Train Home
7. All Over By Midnight
8. Liar
9. Don't Walk Away
10. Desert Sun
11. Seven Empty Days
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