
Facettenreichtum mit Beigeschmack
Eigentlich schon komisch bei den Babyshambles, wenn man nur von der Existenz einer Band weiß, weil vom Sänger wieder ein neuer Skandal bekannt ist, der die Begriffe "Chaos" und "Schlachtbank" im Namen der Band manchmal zu ernst nimmt. Im Sinne des Erfinders, beziehungsweise in diesem Falle des Künstlers? Auch das Cover haut da voll in die selbe Kerbe. Während die eigentliche Intension der meist bei klarem Gedanken befindlichen Künstler die ist, ihre Kunst zu vermitteln, etwas mitzuteilen, den Hörer aufzufordern, den Texten und der Musik zu lauschen, haben mit "Shotter's Nation", dem zweiten Album, die Babyshambles vermutlich nur das Ziel, irgendwie doch mal zwischendurch mit Musik zu punkten.
Von den Eskapaden des Sängers kann man sich ja wahrlich nicht dazu anstacheln lassen, das Album "Shotter's Nation" zu hören. Doch darum soll es hier ja gehen. Was die Babyshambles mit "Shotter's Nation" abgeliefert haben. Es ist zumindest ein Album, das niemand so erwartet oder auf das im Gegenzug vielleicht auch niemand gewartet hat. Auch mal unabhängig von allem drum herum: es ist qualitativ hochwertig.
Die Babyshambles spielen, als gäbe es kein Pete. Er ist austauschbar. Die Musik nicht unbedingt. Rock'n'Roll mit Facetten. Ein Beigeschmack, der sein bitteres Aroma nicht verlieren will, bleibt: Bilder eines zerschundenen Gesichts, Zeilen eines Beziehungsgerangels ist bei manchem Hörer alles, was die Babyshambles ausmachen. Zu viel Rock'n'Roll verdirbt die Nachhaltigkeit. Tipp: vielleicht mal als "Alternative" in Zukunft Schlagzeilen in Form guter Kritiken machen für künstlerischem Verständnis seitens des Hörers.
1. Carry On Up The Morning
2. Delivery
3. You Talk
4. Unbilo Titled
5. Side Of The Road
6. Crumb Begging
7. UnStookie Titled
8. French Dog Blues
9. There She Goes
10. Baddies Boogie
11. Deft Left Hand
12. Lost Art Of Murder
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