
Nichts Neues
Darin ist nicht einer, der sich mit langen Spielzeiten aufhält, mit intensiven dramaturgisch durchstrukturiertem Songmaterial, das sich erst langsam aufbauen muss, um dann fulminant in einem Inferno zu enden. Die Songs haben überwiegend "Eurovisions"-Länge, sprich die magische Grenze von drei Minuten, die Künstler beim "Song Contest" einhalten müssen. Das heißt also vornehmlich erst einmal: auf den Punkt kommen. Darin kommt bei "Break the news" aber leider nicht immer auf den Punkt und hat sich nach 40 Minuten schon leer gespielt.
Von einem wie Darin, Marke aufstrebender Künstler, könnte man zur Selbstbehauptung eigentlich ein bisschen mehr erwarten. Vielleicht aber musste das Album auch schnell mal eben fertig werden, bevor der gerade strahlende Stern wieder zügig zu verglühen droht. Das wird sich zeigen. Aus Schweden kommt ja eigentlich immer guter Pop könnte man meinen. Darin kann diese Aussage aber leider nicht für sich in Anspruch nehmen.
Was erwartet den Hörer also auf Darins "Break the news" neben dem Singlehit "Insanity"? Songs, die sich nicht unbedingt in den Gehörgängen festsetzen, klanglich auch gut in die 90'er passen könnten und im Gegensatz zu dem einigermaßen hervorstechenden "Insanity" sich ansonsten zwischen Boygroupsound, R'n'B-Versuchen und DJ Bobo bewegen. Leichte Kost also, bei der keine Überraschungen zu erwarten sind. Und dennoch wird er in seiner Heimat mit Michael Jackson und Justin Timberlake verglichen. Aber seien wir doch mal ehrlich: zu einem intelligenten Charme wie von einem Justin gehört mehr und was aus Michael Jackson geworden ist, dürfte ja jedem bekannt sein.
1. Insanity
2. Extra ordinary Love
3. Step Up
4. Who's That Girl?
5. Desire
6. Like no one
7. Everything you're Not
8. Perfect
9. Everything but the girl
10. If You wanna
11. The thing about you
12. Homeless
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