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CD Kritik vom 14.9.2007

HIM: Venus Doom

HIM: Venus Doom | CD Kritik
HIM
Venus Doom

Verschmustes weicht Gerocktem

HIM (steht für "His Infernal Majesty", Anm. d. Red.) sind kein unbeschriebenes Blatt mehr. Die finnische Band um den charismatischen Sänger Ville Valo haben sich seit 1995 dem interessanten Genre "Dark Rock" verschrieben. Das glaubt man gern, wenn man die neue Platte "Venus Doom" hört. Obwohl die Finnen in den letzten Jahren auch gern mal mit etwas poppigeren Nummern in den Charts vertreten waren, geben sich jetzt wieder Vollgas in Sachen "Dark Rock". Das klingt echt gut und erinnert einmal mehr an dunkle Polarnächte. Die soll es in Finnland hier und da ja mal geben.

Manche sprechen beim Thema HIM auch gern von "Love Metal". Diese Genrezuordnung hat sich in Europa vor allem durch den 2000er Single-Erfolg "Join Me" eingestellt. Bei diesem Song klangen die Herren um Ville Valo auch ehrlich gesagt etwas verschmust. Davon kann man auf "Venus Doom" hier und da ab und an noch was hören, im Prinzip sollte man die Vokabel "Love" aber tunlichst streichen, denn damit hat man wirklich nicht mehr viel zu tun.

Ansonsten bietet "Venus Doom" ordentlich viel harte Gitarren und klingt wie ein echt hartes Rockalbum. Allein die geminderte Geschwindigkeit der Musik und der Klang von Ville Valos Stimme trennt das Quintett noch von einer Kategorisierung in härtere Metal-Gefilde. So entsteht als bleibender Eindruck, dass es hier eindeutig um Rock oder eben auch Metal geht. Anders kann man das nicht sagen. Ob die Band mit dieser Ausrichtung auf die härter Schiene mal wieder hoch oben in den Charts zu finden sein wird, bleibt dahingestellt. Aber vielleicht will man das ja auch gar nicht. "Venus Doom" können wir auf jeden Fall als angenehmes Kontrastprogramm durchaus empfehlen.

Playlist:

1. Venus Doom 
2. Love In Cold Blood 
3. Passion's Killing Floor
4. The Kiss Of Dawn 
5. Sleepwalking Past Hope 
6. Dead Lovers' Lane 
7. Song Or Suicide 
8. Bleed Well 
9. Cyanide Sun

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