Musikalischer Weltenbummler
Unglaublich vielseitig, so könnte es über allen Manu Chao Alben stehen und als allgemein gültige Aussage über das Schaffen des Künstlers gelten. "La Radiolina" zeigt dies wieder im besonderen Maße auf. Nicht nur, dass Manu Chao die Songs in verschiedenen Sprachen aufgenommen hat, er hat auch keine Schwierigkeiten, zahlreiche Einflüsse zu verknüpfen. Er experimentiert von Ska bis Ragga, von Chanson bis Latin. Kein Wunder, mit Wohnsitzen in Brasilien, Marseille und Barcelona ist er Weltenbummler par excellence. Seine Musik beschreibt José-Manuel Arturo Tomas Chao, wie er mit richtigem Namen heißt, als "Mestizo".
Wer noch nicht all zuviel mit dem Exzentriker und World-Music-Drahtzieher anfangen kann, dem sei "Bongo Bong" in Erinnerung gerufen, jenem Top Ten-Hit, mit dem er 1998 durchstartete und weltweite Aufmerksamkeit erlangte. Zuvor war Chao von 1987 bis 1995 der Macher der Band "Manu Negra". Neben seinen eigenen Veröffentlichungen produziert und unterstützt er auch regelmäßig neue Hoffnungsträger im Weltmusiksektor.
Auch auf "La Radiolina" ist es Chao wichtig, politische Statements zu setzen wie etwa "Resignation ist konstant andauernder Selbstmord". So jedenfalls steht es auf Radiolina, der politisch-poetischen Sektion und dem News-Channel der Website. So darf man also gerne hohe Erwartungen an das aktuelle Album Manu Chaos haben. Und eines ist dabei sicher: enttäuscht wird man damit jedenfalls nicht.

