
"Best of" mit was Neuem
Matchbox Twenty klingt süß, so wie diese kleinen Spielzeugautos, mit denen man (also die Jungs zumindest) früher kleine lustige Crashs im Kinderzimmer inszenieren konnte. Das verbindet Matchbox Twenty mit den Kultautos von einst: bei ihnen kann man auch kleine Crashs erleben, auf "Exile on Mainstream" ganze 17 Stück an der Zahl. Sie krachen sofort in den Ohren ohne Umschweife, aber ist das nun gut oder nicht so gut? Ihr "Speedpop" sind kleine Fallgruben der Leichtigkeit. Man kann sich mit ihnen nicht ausruhen, sich aber in ihrer Einfachheit fallen lassen.
"Exile on mainstream" mag seine Vorgänger vielleicht nicht überholen, aber zumindest auf gleicher Augenhöhe mitlaufen, was ja auch schon daran liegt, dass es sich um ein "halbes" Best of-Album handelt. Halb deshalb, weil sechs neue Stücke mit drauf sind, die aber nicht wirklich umhauen, sondern einfach so da sind, um die Fans mit neuem Stoff zu füttern. Rob Thomas Solostück "Little wonders" klang da schon wesentlich intensiver.
Matchbox Twenty mit Rob Thomas (der nebenbei ja so kultige Songs wie Santanas "Smooth" geschrieben hat) haben seit 1997 drei Alben veröffentlicht, die scheinbar für die Band so wertvoll waren, dass man es schon jetzt mit einem "Best-of" namens "Exile on Mainstream" wagt, das sich als solches also nicht unbedingt nicht zu erkennen gibt. Viel Glück kann man da nur wünschen. Schlecht ist es ja nicht, so lala eben. Aber ob das reicht? 28 Millionen verkaufte Tonträger, 18 Platinauszeichnungen und 13 BMI-Awards sprechen jedenfalls für sich.
1. How Far We've Come
2. I'll Believe You When
3. All Your Reasons
4. These Hard Times
5. If I Fall
6. Can't Let You Go
7. Long Day
8. Push
9. 3 am
10. Real World
11. Back 2 Good
12. Bent
13. If You're Gone
14. Mad Season
15. Disease
16. Unwell
17. Bright Lights
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