
Echt verrocktes Album
Diese Band wirft Fragen auf: Ist das nicht eigentlich nur einer? Und wenn nein, woher kommen die? Und was um Himmels Willen bedeutet "T's"? Letzteres könnte "teeth", also Zähne, bedeuten oder auch die Kurzform für T-Shirts sein. "Plain white T's" könnte also sehr frei übersetzt in erster Variante "strahlend weiße Zähne" sein. Eine Band mit Humor also. Aber auch mit tieftraurigen Melodien und melancholischen romantischen Texten wie "Delilah"? Jede Sekunde zählt, "Every second counts" könnte wörtlich zu nehmen sein, wenn man an tiefgehende Songs zum Zuhören denkt.
Mit ihrer ersten Single "Hey there Delilah" haben sie einen echten Dauerbrenner, Ohrwurm und Airplayhit gelandet. Jetzt muss abgewartet werden, wie sich Plain white T's mit ihrem Album bewähren. Die Chancen könnten gut stehen für die Jungs aus USA. Dort sind sie nämlich schon jetzt eine große Nummer, allerdings - und hier kommt die Auflösung -
nicht im Balladenbusiness, sondern in der Emo-Pop-Punk-Szene. Wer nur die Hitsingle kennt, würde das nicht vermuten. Denn die klingt wie Singer/Songwriter-Liedgut, ein Mann und seine Gitarre. Weit gefehlt.
Plain white T's sind vielseitig, hauen ganz schön in die Saiten und zeigen auf "Every second counts", das sie mit Schmusemuse normalerweise nichts zu tun haben. Das sollten auch diejenigen wissen, die durch "Hey there Delilah" ein Album á la Kuschelrock erwarten. Nö, das wird nix. Plain white T's sind Punker, Rocker, Independler. Die Single ist nur für die Radioquote und die erste Aufmerksamkeit. Hörbar ist das Album aber trotzdem.
1. Our time now
2. Come back to me
3. Hate (I really don't like you)
4. You and me
5. Friends don't let friends dial drunk
6. Making a memory
7. So damn clever
8. Tearin' us apart
9. Write you a song
10. Gimme a chance
11. Figure it out
12. Let me take you there
13. Hey there Delilah
14. Take me away
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