
Ausgewachsene Persönlichkeit
Metamorphose? Der Albumtitel "Into a swan" könnte es vermuten lassen. Die "Banshees" liegen seit 1996 hinter Siouxsie. Mit zehn leidenschaftlichen emotionalen Songs meldet sich die Exfrontfrau der kontroversen Avantgardecombo nun solo zurück. Mal ist es ein Art Soundtrack für einen fiktiven Episodenfilm, mal ein lyrisch-musikalisches Hörspiel.
"Into a swan" ist Ware zum Zuhören und Insichgehen. Sie spielt mit orientalischen Einflüssen, auch ein Xylophon kommt zum Einsatz, Klavier natürlich: jede Menge interessante Kombinationen aus "Mantaray". Zugegeben: eingängig ist "Into a swan" keineswegs. Aber das muss auch nicht die Absicht sein, möchte man ein beinahe undurchdringliches Klangexperiment abliefern, das zudem auch textlich gehaltvoll sein
soll. Was aber möchte Siouxsie mit "Mantaray" vermitteln? Die Tatsache, dass sie fernab jeglicher Konventionen in der Lage ist, als Solokünstlerin zu bestehen und gegen festgefahrene Urteile sich freizustrampeln versteht, um ein eigenständiges Werk zu veröffentlichen? Sicher nur ein kleiner Aspekt.
In Betitelungen ihrer Person war sie Gruftie-Göttin ebenso wie Eiskönigin. Das lässt sie nun mit "Mataray" eindrucksvoll hinter sich. Sie gibt sich unglaublich breitgefächert, nicht nur was ihr Timbre betrifft. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass sie einen Song auf ihrem Album, nämlich "If it doesn't kill you" als potenziellen "James Bond"-Titelsong anpreist. Schließlich sei sie genauso "utterly british" wie der Geheimagent ihrer Majestät, so die Begründung. Auf "Mantaray" wirkt sie jedenfalls ziemlich lebendig.
1. Into a swan
2. About to happen
3. Here comes that day
4. Loveless
5. If it doesn't kill you
6. One mile below
7. Drone zone
8. Sea of tranquility
9. They follow you
10. Heaven and alchemy
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