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Nicht zu viel, gerade richtig
Roisin Murphy, der Paradiesvogel im Popbiz, ist die Stimme Molokos (The time is now) und liefert mit "Overpowered" ihr zweites Solowerk ab. Im Gegensatz zu ihrem verschnörkelten Vorgänger "Ruby blue" sind ihre Songs nun wieder sehr viel eindringlicher und "runder". Weniger Experimente, dafür mehr Melodien und spannende Elektrosound-Kreationen zwischen Kraftwerk und Daft Punk. Dem nicht genug: mit zusätzlichem Housesounds und Dance-Pop ist "Overpowered" ein richtig gutes clubtaugliches und wahrlich "bewegendes" Werk geworden, das sich gut neben denen anderer Künstlerinnen ihrer Zunft wie Kylie Monique, die in diesen Wochen auch mit einem neuen Album aufwarten wird, bestehen kann.
"Overpowered" könnte Moloko-Fans gefallen, obwohl Roisin Murphy ihren eigenen Stil hat, auf den sie sich aber sicher nicht festlegen möchte. Das bestätigt schon die Tatsache, dass ihr Vorgängeralbum eher intellektuell zu benennen war. Sie mag es individuell. Mit ihrem aktuellen Album wird Roisin Murphy dem auf jeden Fall wieder gerecht. Jeder Song ist eine kleine Perle.
Sounds wie auf "Overpowered" sind für Murphy auch durch Moloko und Dancetracks wie "Never enough" mit Boris Dlugosch von 2001 kein Neuland. Und selbst das Titelstück ist extrem melodisch. Was hier nicht nachteilig zu verstehen ist. "Overpowered" ist ganz und gar nicht zu viel. Gut durchgestylte Dancetracks, die nie langweilig werden und auch mit zunehmender Spielzeit nicht an "Power" verlieren.
Playlist
1. Overpowered
2. You know me better
3. Checkin' on me
4. Let me know
5. Movie star
6. Primitive
7. Footprints
8. Dear miami
9. Cry baby
10. Tell everybody
11. Scarlet ribbons
12. Body language
13. Parallel lives
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