Gutes ür den Pop-Olymp
Eigentlich komisch, dass es die Sugababes noch gibt. Sie fallen kaum auf, sind hierzulande nicht großartig auf Tour, haben keine riesen Medienpräsenz, zicken manchmal rum und wechseln die Besetzung, "Change" eben. In England haben sie mit Single und Album die Pole Position der Charts erreicht. Sie wollen immer wieder ihre eigenen Rekorde brechen und halten "Change" selbst für ihr bestes Album.
Sie haben immer wieder mal was aufgerissen, neue Musikstile der Öffentlichkeit präsentiert, klingen immer ein bisschen anders, ohne sich zu verfremden. Und ihnen gebürt eines: Respekt. Die Sugababes sind die Supremes der Neuzeit, kleine Diven am Pop-Olymp, fleißig und mit der nötigen Portion Durchhaltevermögen.
Bei "Change" hat nicht nur die erste Singleauskopplung "About you now" Hitpotenzial. Das aktuelle Sugababes-Album könnte ein wahres Best-of-Album sein. Keine Ausschussware, nur eingängige Melodien von Disco bis Pop und House, auch eine Ballade ist dabei. "Change" ist übrigens das erste Album, auf dem Amelle Berrabah, inzwischen seit über 18 Monaten ein Sugababe, auf sämtlichen Songs an der Seite von Keisha Buchanan und Heidi Range glänzt. Die Sugababes haben übrigens Glück. Weil die Spicegirls praktisch schon weg sind (sieht man mal von der derzeitigen Geldscheffel-Tour ab), könnten die Sugababes sie bald überholen, in was auch immer. Aber eigentlich haben sie das auch nicht nötig. Schließlich überholen sie sich beinahe mit jedem neuen Album selbst. Gute Arbeit, Mädels.

