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Filmepos zum Hören
Aus der Unterwelt wieder aufgetaucht: Karl Hyde and Rick Smith kommen mit viel atmosphärischen musikalischen Kurzfilmen zurück. Underworld gehören zweifelsohne zu den Bands, die unbeirrt aller Trends konsequent ihre Schritte gegangen sind und dabei durchaus keine unbekannten Grenzgänger des Elektro sind. "Oblivion with bells" orientiert sich an keinem Vorgänger, weder am Klassiker wie "Cowgirl" noch an "Born slippy", den Track, den man aus Trainspotting kennt.
Sie haben schon bei ihrem Vorgänger "A hundred days off" den Sinn für Melodien entdeckt. Und ihr Vorgänger liegt schon fünf Jahre zurück. So ist "Oblivion with bells" längst überfällig gewesen. Hört man Track für Track entsteht immer wieder ein imaginärer Film im Kopf, ein dramatisches Epos wenn man so will, mit viel Gefühl und Polaritäten und ebenso kraftvollen "Actionszenen".
Wenn es die Serie Miami Vice noch geben würde, man würde für den Crockett und Tubbs-Soundtrack unweigerlich auf den ein oder anderen Song aus diesem vorliegenden Werk zurück greifen. So ist beispielsweise "Beautiful burnout" eines dieser Tracks, die die damalige Atmosphäre im Sinne von Crockett's Theme perfekt widerspiegelt. Was aber nicht heißen soll, dass Underworld hier die 90'er kopieren.
Neu ist auch dieser Erzählcharakter. So nimmt Underworld seine Hörer auf "Ring road" in beinahe dokumentarischer Weise auf einen von Stolpersteinen geprägtem Leben mit. "Oblivion with bells" ist eine theatralische Platte. Und das kann man nicht von so vielen elektronischen Scheiben behaupten.
Playlist
1. Crocodile
2. Beautiful Burnout
3. Holding The Moth
4. To Heal (Sunshine Version)
5. Ring Road
6. Glam Bucket
7. Boy, Boy, Boy
8. Cuddle Bunny Vs Celtic Villages
9. Faxed Invitation
10. Good Morning Cockerel
11. Best Mamgu Ever
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