
Gelungene Umsetzung
Ein Intro, ein Schuss, Reifenquietschen, eine Szene, wie aus einem Film. Und genauso ist es auch. "American Gangster" ist nicht nur der Name des aktuellen Albums Jay-Z's, sondern gleichzeitig Inspirationsquelle zum gleichnamigen Film von Ridley Scott mit Russell Crowe und Denzel Washington in den Hauptrollen. Vielleicht wegen oder gerade trotz des Films ist "American Gangster" sehr stimmungsvoll und vielseitig ausgefallen. Das ist zum Beispiel zwischen "Pray" und "Party life" gut hörbar. Der HipHopper aus der Oberliga hat ganze Arbeit geleistet.
"American Gangster" ist eine, wie sollte es anders sein, Gangstergeschichte. Da liegt es natürlich nahe, ein Album daraus zu kreieren. Dabei ist "American Gangster" jedoch irritierenderweise weder offizieller Soundtrack zum Film, noch sind Songs daraus im Film zu finden. Es ist ein Konzeptalbum, das sich den historischen Begebenheiten angenommen hat, um daraus etwas Neues zu kredenzen. Aber auch das ist gelungen.
Nach Jay-Z's Aussage sind die Songs Interpretationen einzelner Szenen aus dem Film um einen Drogendealer aus den siebziger Jahren. Aber Jay-Z wäre nicht HipHopper, wenn er nicht auch eigene Erfahrungen mit ins Album einfließen lassen würde. Dabei soll sein Konzept alles andere als verherrlichend wirken. Aber der Film habe, so Shawn Carter wie Jay-Z mit bürgerlichem Namen heißt, Erinnerungen an seine Kindheit geweckt. Er möchte aufzeigen, wie sich viele Leute in Brookyln seinerzeit gefühlt haben. Keine origineller Hintergrund für ein Album, aber ein gut umgesetzter zumindest.
1. Intro
2. Pray
3. American Dreamin'
4. Hello Brooklyn 2.0
5. No Hook
6. Roc Boys (And The Winner Is)...
7. Sweet
8. I Know
9. Party Life
10. Ignorant Sh*t
11. Say Hello
12. Success
13. Fallin'
14. Blue Magic
15. American Gangster
Keine Neuigkeiten mehr verpassen!