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CD Kritik vom 15.12.2007

Brisa Roche: Takes

Brisa Roche: Takes | CD Kritik
Brisa Roche
Takes

Schönes Cover, schöner Inhalt

Es gibt nicht viele Alben, die einen Frohsinn ausstrahlen, dass man es immer und immer wieder hören möchte. Und vor allem, die auch noch ein so betörendes Cover haben, wie es bei Brisa Roché der Fall ist (auch auf Vinyl). Man möchte es einfach in seinem Plattenregal haben. "Takes" eben. Auch wenn einem zum Fotomotiv Begriffe wie "zierlich" und "süß" einfallen, so wird einem beim Hören der ersten Töne aber schnell klar: Hier ist eine wahre Expertin am Werk. Eine Expertin für schöne Melodien, für leichtes und doch intelligentes Songwriting.

Kleine Diamanten sind es, die "Takes" zu dem machen, was es ist: ein Album für alle Lebenslagen. Zwischen aller Freude schwingt immer auch Melancholie und ein bisschen Schwermut mit ohne dabei depressiv zu wirken. Kunstvolle Musik sozusagen, mit wunderbaren Arrangements. Aber minimalistisch. Und wirft man ein Blick in das Kleingedruckte auf "Takes", Brisas zweitem Album, dann offenbart die amerikanische Künstlerin noch mehr Talente. Sie ist neben Songwriting und Arrangements auch verantwortlich für Instrumente wie Tamborine und der so genannten Ocarina, einer Art Flöte, die aussieht wie ein Raumschiff in Fischform.

Stimmlich könnte man vermuten, Brisa Roché sei Französin. Aber auch musikalisch sind da Parallelen zu erkennen, wie beispielsweise zu Charlotte Gainsbourg, dabei, so Brisa, meinen die Franzosen, dass es "kalifornisch klänge. Ich vermute mal wegen dieser verträumten Art, die Harmonien übereinander zu schichten." Roché selbst beschreibt "Takes" als eine "Mischung aus drogeninfizierten New-York-Sound, Westcoast-Psych-Pop mit Folk-Einschlag und britischer Theatralik." Na dann: Hinein ins Hörvergnügen.

Playlist:

1. Breathe in Speak out
2. Heavy Dreaming
3. The Drum
4. Trampoline
5. Hand in Steel
6. Whistle
7. The Building
8. Without a plan
9. High
10. Egyptian
11. Halfway on
12. The Choice
13. Call me
14. Pitch Black Spotlight
15. The Mummy

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