
Ist das etwa jetzt der aktuelle Streich der NuMetal-Generation? Könnte man denken, wenn man die neue Scheibe von Crazytown mit dem Titel "Darkhorse" zum ersten Mal in den CD-Player legt. Glücklicherweise wird man relativ schnell eines besseren belehrt. Mag zum einem daran liegen, dass der Opener einen einfach nur vom Hocker haut. Obgleich man auch dieses Riff schon mal irgendwo gehört hat, verstehen es die Jungs aus Kalifornien erneut, einen völlig eigenständigen Sound zu kreieren.
Und das geht so weiter. Songs wie "Drowning" gehen ins Ohr und sorgen dafür, dass der Eindruck dieser Truppe haftet. Und da sieht man mal wieder, dass eben nicht alle Bands, die aus einer Richtung zu kommen scheinen, dauerhaft auch zu dieser gehören müssen. Insgesamt ist das Album äusserst brachial, auch wenn die ein oder andere Ballade das Ganze abzurunden versuchen. Die Härte liegt den Jungs aber hundertprozentig mehr als sanfte Töne, obwohl der Erfolg mit "Butterfly" ja den Weg für Crazy Town bereitete. Dieses Sample der Red Hot Chili Peppers wird bei "Change" nochmal zaghaft aufgewärmt. Ganz nett, aber eigentlich einer der wenigen Minuspunkte der Platte.
Was soll man sagen? Gelungenes Follow-Up und das war sicher nicht so einfach. Immerhin hatten Crazy Town mit ihrem Erstlingswerk ziemlich kräftigen Erfolg und wenn sich immer mehr als eine Person mit Musik beschäftigt, wird das Zusammenraufen oft zur Geduldsprobe. Crazy Town haben das hingekriegt - und zwar mit Bravour!
01. Decorated
02. Hurt You So Bad
03. Drowning
04. Change
05. Candy Coated
06. Waste of My Time
07. Sorry
08. Battle Cry
09. Take It To The Bridge
10. Skulls and Stars
11. Beautiful
12. You're The One
13. Them Days
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