Das kalte und nasse Wetter in der Berliner Wuhlheide passte zum Ambiente des 11.9.2001. An dem Tag, als Terroristen die USA mit Gewalttaten überzogen, waren dennoch 10.000 Fans gekommen, um das einzige Konzert von Radiohead in Deutschland zu sehen. Die Stimmung war entsprechend schlecht und wurde von Gästen als sehr melancholisch beschrieben.
Am gleichen Abend spielte Björk in Stuttgart. Drei Stunden lang versuchte die Isländerin, mit dem Unfassbaren fertig zu werden. Zusammen mit der Harfenspielerin Zeena Parkins performte sie mit dem Stück "Gotham Lullaby" eine musikalische Fürbitte für die Opfer des Terrors. Immer wieder sah man im Saal weinende Menschen. Björks spezifische musikalische Performance traf die Stimmung der Menschen an diesem Tag sehr gut.
In Wien traten Depeche Mode auf. Die Band verzichtete durchgehend auf Kommentare zu den Vorgängen in Amerika. Die Presse reagierte prompt und echauffierte sich, daß "die Musiker es nicht der Mühe Wert fanden, mit nur einem Wort oder einer Geste auf das Geschehen hinzuweisen". Nur Support Act Fad Gadget widmete den Opfern einen Song.
Nachdem schon Pantera die Teilnahme an der "Tattoo the Planet"-Tour abgesagt hatten, wurde bekannt, daß der Tourauftakt in Dublin in letzter Minute gecancelt wurde. Grund: Bands wie Slayer oder Static X sitzen in den USA fest und können nicht ausreisen. Die einzelnen Shows sollen aber dennoch stattfinden. In Deutschland sind die Termine ab dem 22.9. geplant, Verzögerungen werden aber wohl nicht zu vermeiden sein.
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