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Seit gestern ist die Original-Tauschbörse Napster wieder online und zwar in Form einer Testversion für 20.000 ausgewählte Benutzer. Diese neue Testversion bildet den vorläufigen Abschluß des Streits, der fast zwei Jahre andauerte und die Gemüter der Musikindustrie und -fans erhitzt hat. Gestern nun der Startschuss für den "Abodienst". Aus 2 Millionen Nutzern wurden 20.000 ausgewählt, die das Ganze sechs Wochen lang testen dürfen.
Der Musikbestand beim neuen Napster ist begrenzt: Nur 110.000 Titel umfaßt das Download-Angebot. Die großen Plattenfirmen haben die Lizenzen für ihre Songs auch nach monatelangen und zähen Verhandlungen bisher nicht rausgerückt.
Für die Napster-Betreiber gibt es aber einen Hoffnungsschimmer, denn die US-Justiz ermittelt derzeit gegen die großen Majorlabels wegen unlauterem Wettbewerb. Grund: Songlizenzen werden verweigert, so daß viele Titel nicht online abrufbar sind. Plattformen der Musikindustrie wie Pressplay oder Musicnet aber können aus dem Vollen schöpfen. Nach Ansicht vieler kleinerer Unternehmen sei das alles andere als gerecht.
Der Druck scheint sich bereits auszuzahlen. Der Abodienst Rhapsody von listen.com wurde mittlerweile mit dem Lizenzangebot von EMI und BMG bestückt. Davor gab es, wie beim neuen Napster, nur eine Auswahl von Independentlabels, die ihre Songs anbieten durften.
Über Sinn oder Unsinn der Abodienste wird bereits heftig diskutiert. Pressplay und Musicnet machen kaum von sich reden und Napster sieht nur noch gut, ist es aber wohl nicht mehr. Außerdem: Wer sollte für Musik bezahlen, solange Morpheus & Co. den Sound gratis anbieten ?
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