Der Client für die Tauschbörse Kazza wurde überarbeitet und hat in der neuen Version 1.5 neue Features an Bord, mit denen man u. a. Musik an Freunde und Bekannte weiterempfehlen kann.
Kazza basiert auf dem Netzwerk von FastTrack, von dem auch Morpheus und Grokster bedient werden. FastTrack gilt mittlerweile als der legitime Erbe von Napster, weil das Netzwerk inzwischen von mehr Usern benutzt wird als Napster zu seinen Spitzenzeiten.
Der Client 1.5 eröffnet den Kazza-Benutzern neue Möglichkeiten. So kann man neue Musik weiterempfehlen und nach bestimmten Vorlieben das Netzwerk durchsuchen. Darüber hinaus kann das eigene Suchverhalten mit dem anderer User verglichen und analysiert werden. So sollen Lücken im eigenen Datenbestand erkannt und aufgefüllt werden. Dieses "kollaborative Filtern" wird mit Kazza erstmals von einem dezentralen Netzwerk benutzt.
Die Entwicklung eines Linux-Clients dagegen wurden eingestellt. Bestrebungen autonomer Programmierer, selbst ein Linux-Interface zu erstellen, wurden von FastTrack bisher immer wieder boykottiert.
Seit dem Verkauf der Programm-Rechte von Kazza an die australische Firma Sharman Networks ist nicht mehr ganz klar, wer im FastTrack-Netzwerk nun das Sagen hat. Die Original-Programmierer haben sich nach unbestätigten Meldungen aus dem P2P-Geschäft zurückgezogen. Näheres wurde aber bisher nicht bekannt. Angeblich sollen die Anwendungen Morpheus, Grokster und Kazza autonom weiterentwickelt werden. MusicCity hat z. Bsp. angekündigt, dass Morpheus 2.0 auch auf das Netzwerk von Gnutella zugreifen können soll.
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