Ein "Ausschließlichkeits-Virus" ist im Netzwerk von KaZaA aufgetreten. Die Datei nennt sich "Benjamin" und scheint für das Ärgern von Tauschbörsianern geschrieben zu sein, denn: Das Virus befällt nur KaZaA und lässt andere Programme in Ruhe.
"Benjamin" tarnt sich als Musikdatei. Nach erfolgtem Download werden erst die Einstellungen von KaZaA geändert. Dann vervielfältigt sich die Datei solange, bis die Festplatte zugemüllt ist. Außerdem öffnet "Benjamin" eine Werbeseite. Das führte dazu, dass man ursprünglich finanzielle Motive hinter dem Virus vermutete.
Jetzt hat sich der Programmierer zu Wort gemeldet. "Benjamin" soll ein Testverfahren für die Ausschließung von Kinderpornographie und geschützten Werken sein. Im Umfeld der Tauschbörse KaZaA war ein solcher natürlich sehr interessant, meint der Erfinder.
Um festzustellen, ob der eigene Rechner infiziert ist, muss man nur die Augen aufmachen. Wenn das Virus aktiv wird, schreibt es die folgende Fehlermeldung:
Error
Access error #03A:94574: Invalid pointer operation
File possibly corrupted
KaZaA-User schützen sich am Besten mit einem aktuellen Virenscanner. Ansonsten sollte man Dateiendungen wie ".exe", ".scr" oder ".vbs" bei KaZaA nicht runterladen.
