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Ein Witz? Leider nicht, purer Ernst. Bertelsmann kann sich mit dem Scheitern von Napster wohl nicht abfinden. Um das (gesunkene) Schiff zu retten, wurden jetzt noch mal 8 Millionen € Kapital in das Unternehmen gepumpt. Der erst letzte Woche zurückgetretene Chef Konrad Hilbers wird als Vorstandsvorsitzender wieder eingestellt.
So soll er weiter an einem kostenpflichtigen Musikangebot im Internet tüfteln. Der Erfolg ist nach wie vor fraglich. Keine der großen Plattenfirmen will bisher Lizenzen für die eigenen Musiktitel vergeben. Diese Lizenzen stellen aber den größten Pluspunkt einer großen Music-On-Demand Plattform dar. Ohne die Major-Labels wäre Napster zum Dasein einer Indie-Plattform verdammt.
Am Verhalten von Bertelsmann kann man die derzeit immer noch herrschende Ratlosigkeit der Plattenfirmen beim Thema Internet-Vertrieb beobachten. Als einziger Anbieter überzeugt Universal Music derzeit mit einem sinnvollen Konzept. Hier sollen alle Titel der hauseigenen Labels zu einem Preis von jeweils durchschnittlich 99 Cent angeboten werden. Die Songs sollen auch auf den eigenen Rechner geladen und auf CD gebrannt werden können. Durch Digital Rights Management soll dann die weitere Vervielfältigung allerdings ausgeschlossen sein.
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