Im letzten Jahr scheiterten einige kostenpflichtige Portale für den Download von Musik kläglich. Jetzt wollen Sony und Universal Music neue, liberalere Wege beschreiten und bereiten neue Angebote vor.
Universal will alle Songs aus dem aktuellen Repertoire anbieten, und zwar für 99 Cent pro Titel. Der Vertrieb soll über amazon.com und bestbuy.com abgewickelt werden. Mit dieser Methode sind dann auch Downloads von kompletten Alben für weniger als 10 Dollar möglich.
Sony hat ähnliche Pläne und will mit einem Modell starten, das bis zu 1,50 Dollar pro Song nehmen will. Bei beiden Labels sollen die gekauften und runtergeladenen Songs auch auf CD zu brennen sein.
Die deutsche Abteilung von Universal hatte vor kurzem damit geworden, in Kürze unter popfile.de Musik im MP3-Format für 1 € pro Titel anzubieten. Die Muttergesellschaft und Sony wollen soweit freilich nicht gehen und setzen weiterhin auf Liquid Audio. Eine Umwandlung ins MP3-Format wäre so nur über das Brennen einer CD möglich.
Das Konzept der beiden großen Plattenfirmen ist bemerkenswert. Offenbar setzt sich endlich die Meinung durch, dass das Internet als Vertriebsweg als günstige Alternative erscheint. Kosten Alben im Laden um die 16 €, können mit der neuen Methode Longplayer locker 30% billiger an Musikliebhaber verkauft werden. Online-Distribution scheint sich also ganz langsam doch zu etablieren - zumindest schon mal in den Köpfen der Marketing-Experten.
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