Vorzeigekomiker Stefan Raab steht unter Druck. Die neue WM-Show zur PrimeTime kommt zwar fabelhaft an und erreicht beste Quoten. Seine Verbalattacken gegen Lisa Loch haben jetzt aber ein Nachspiel. Traf der Spott von Raab früher eigentlich nur TV-Promis, konnte man das eben noch verkraften, zumal die Lendengegend ja auch meist zum Schmunzeln anregt.
Joachim von Gottberg, Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen, reiht sich nun in die Riege der Kritiker ein: "Muss man wirklich alles machen, nur weil es erlaubt ist?" Ein Jugendschutzfunktionär aus Bayern ließ indes durchblicken, dass man sich Raab in einer Anhörung Ende Juni zur Brust nehmen wolle.
Der Druck zeigt Wirkung. Auch Pro7 hat das erkannt und mahnte seinen Oberkomiker jetzt ab. Senderleitung und Pro7 einigten sich in einem Gespräch darauf, dass Scherze wie mit Lisa Loch nicht mehr vorkommen. Die Minderjährige wurde von Raab jüngst aufgrund ihres Namens reichlich verunglimpft. Mit einer einstweiligen Verfügung wurde jetzt erreicht, dass der TV-Entertainer den Namen nicht weiter durch den Kakao ziehen, geschweige denn überhaupt nennen darf.
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