Eine eventuelle Übernahme von VIVA durch MTV nimmt konkrete Züge an. Chef und Gründer Dieter Gorny: "Über VIVA wird in New York entschieden". Branchenkenner warnen indes vor einer Übernahme und warnen vor dem dann möglichen Aus des Kölner Senders.
AOL Time Warner und Viacom kämpfen um die Übernahme und um die Mehrheit der Aktien von VIVA. Nach Berichten des Magazins Der Spiegel sind beide Firmen an die Inhaber der Anteile der Großaktionäre EMI und Vivendi Universal herangetreten. Diese Aktieninhaber gelten z. Zt. wegen finanzieller Schwierigkeiten als verkaufswillig.
"Wir befinden uns mitten in einer Übernahmeschlacht", zitiert Der Spiegel Helge Sasse, einen Mitbegründer des Musikkanals. Aus dem starken Anstieg der VIVA-Aktie (zuletzt um knapp 30%) schließen die Manager von VIVA, dass MTV-Eignerin Viacom schon seit einiger Zeit kontinuierlich Aktienanteile kauft.
"Aus dem deutschen Phänomen VIVA ist ein Unternehmen geworden, über das nicht mehr hier zu Lande, sondern in New York entschieden wird", sagte Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny der Financial Times Deutschland. Sollte Viacom tatsächlich Einflüsse auf die Entscheidungen bei VIVA erlangen, steht einer Kürzung der deutschen Programmvielfalt wegen der Konkurrenz zwischen VIVA und MTV vermutlich nichts mehr im Wege.
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