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Joachim Witt, ehemals "Goldener Reiter" der Neuen Deutschen Wellen, und zur Zeit mit seiner neuen Platten "Eisenherz" am Start, zeigt sich neuerdings von der ebenfalls (eisen) harten Seite. In einem Interview präsentierte er seine Meinung zu den Themen MP3, CD-Brenner und CD-Kopien. So fordert er u.a. CDs, die nach dem Einlegen in das CD-Rom den PC zerstören.
"Ich würde auf die CDs Programme einbinden, die das Betriebssystem sofort zerstören, sobald die CD in den Computer geschoben wird. Gnadenlos. Der jetzige Versuch der Plattenfirmen, durch Kopierschutz das Problem zu beheben, ist Pipikram, der zudem mehr Unmut verursacht, als dass es dazu führt, das Problem mit der Wurzel zu beseitigen."
Starke Worte vom erfolgreichsten Krautrocker der letzten 20 Jahre. Witt zeigt sich aber auch verständnisvoll gegenüber den CD-Kopierern. Es sei eine menschliche Eigenart, sich alles zu holen, was es günstiger oder gratis gibt. Das bekäme man aus den Köpfen nicht so einfach raus.
Konzerne wie Sony, die MP3-Player entwickelt haben, seien an dem Problem des "geistigen Diebstahls" selbst Schuld. Alle Künstler müssten wegen CD-Kopien und Tauschbörsen mit 50% weniger Gehalt leben. Das sei untragbar, so Witt weiter.
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