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Der Umsatz der Musikindustrie ist nach wie vor rückläufig. Eine neue Studie belegt jetzt, dass das Filesharing und das CD-Brennen nicht der Hauptgrund dafür sind.
Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, macht entgegen dieser neuen Erkenntnis nach wie vor die "CD-Piraten" und das massenhafte Kopieren von CDs die Umsatzrückgänge verantwortlich. Andere Köpfe der Branche machen sich Gedanken über neue Konzepte und neue Wege, um die Phonoindustrie aus der Misere zu holen.
Tim Renner ist so einer. Als Chef von Universal Music widerspricht er der aktuellen Meinung und sagt: "Unser Markt boomt!" Außerdem sein jede gebrannte CD eine gute CD. Die Plattenfirmen hätten den Trend eindeutig verschlafen. In bestimmten Marktsegmenten gab es zwar Einbußen. Mit neuen Konzepten und innovativen Ideen hätte man das aber verhindern können, sagt Renner. Die Musikindustrie stemme sich mit allen Mitteln gegen Tauschbörsen und P2P-Anwendungen, hätten es aber versäumt mit der Zeit zu gehen und die neue Technik für sich zu nutzen.
Der Marktforscher Forrester Research hat die "wahren" Gründe jetzt herausgefunden. So sei erstens die allgemeine wirtschaftliche Rezession schuld. Zweitens seien die Preise für einzelne CDs zu hoch und drittens hätten die 10 bis 19jährigen nicht mehr so viel Interesse an der Musik wie früher.
Das erstaunliche Gesamtergebnis allerdings beeindruckt: Laut Studie sind 36% aller Konsumenten der Tauschbörsen für die Umsätze, die die Plattenfirmen heute machen, verantwortlich. Als Konsequenz dieser Erkenntnis rät der Marktforschen den Plattenfirmen, den Online-Handel zu verbessern. Ein gut gemeinter Rat. Ob er aufgegriffen wird, ist fraglich.
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