Unterhaltungsindustrie und Internet-Tauschbörsen sind sich nach wie vor spinnefeind. Hatten sich die Fronten in den letzten Monaten jedoch eher verhärtet, gibt es jetzt neue Strategien und die Musikbranche greift zu "prominenten" Mitteln.
So nennt sich das neue Konzept "Stars gegen illegales Downloaden". Dem Handel im Netz soll durch die Hilfe der Stars ein Riegel vorgeschoben werden. Britney Spears hat das System so auf den Punkt gebracht: "Mit dieser Message wollen wir den Fans mitteilen, dass Downloads illegal sind." Hillary Rosen, Sprecherin der RIAA, schließt sich diesem starken Statement an und macht die Problematik noch drastischer deutlich: "Kostenloses Downloaden ist wie in ein Musikgeschäft zu gehen und dort eine CD zu stehlen."
Zusätzlich zu solchen Sprüchen findet man in den USA auch noch TV-Kampagnen und Print-Anzeigen, so z. Bsp. in der New York und Los Angeles Times: "Wer kümmert sich schon um illegale Downloads?" lautet der Titel einer Anzeigenkampagne. Äußerst raffiniert: Als Antwort wird eine Liste von knapp 90 Stars gedruckt. Dabei sind u.a. Phil Collins, Madonna oder auch Eminem.
Ob diese Kampagne zünden wird, bleibt fraglich, denn auch die Tauschbörsen schlafen nicht. So hat KaZaA jüngst die Version 2.0 auf den Markt gebracht. Damit kann man locker ganze Alben runterladen und die Qualität einzelner Dateien bewerten. So können gefakte Files erkannt und im Zweifel auch beseitigt werden. KaZaA ist somit auf dem Weg zur ersten "wasserdichten" Tauschbörse.
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