Der Musikdienst listen.com macht eine beeindruckende Wende. Unter dem Einfluß von hinter den Erwartungen zurückbleibenden Umsätzen denkt man jetzt um und will Kopien der Downloads zulassen. Im Klartext soll das die Erlaubnis zum Brennen der Downloads auf Audio-CD bedeuten. Dagegen hatte sich der von Warner und Universal betriebene Tauschdienst lange Zeit gewehrt.
Mitverantwortlich für das Umdecken der Musikmanager ist der ungebrochene Strom an Tauschbörsen-Nutzern, die sich tagtäglich bei KaZaA, Grokster und Co. tummeln. Mit dem Angebot, sich Songs für 99 US-Cent aus dem Netz zu laden, die man aber nicht speichern oder auf CD brennen kann, wollte sich niemand so recht identifizieren. Dementsprechend erfolgte jetzt die Erlaubnis zum "dauerhaften Download" - auf Audio-CD.
EMI, BMG und Sony Music wollen sich diesem Umdenken nicht anschließen. Dort hält man noch immer nichts vom Internet als dem Vertriebsweg der Zukunft. Folge: Die illegalen Tauschbörsen erfreuen sich nach wie vor wachsender Beliebtheit. Wenn man bedenkt, dass noch längst nicht alle Zugangspotentiale für das Nutzen des Internets weltweit erschöpft sind, werden die Tauschbörsen in der Zukunft sicher noch mehr begeisterte Nutzer finden - schließlich ist es ja kostenlos.
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