Im August 2000 wurden die amerikanischen Major-Labels Warner, BMG, SonyMusic, EMI und Vivendi Universal von insgesamt 43 US-Bundesstaaten verklagt, weil es angeblich zu kartellrechtlich unzulässigen Preisabsprachen gekommen sein soll. Jetzt einigten sich Kläger und Angeklagte auf eine Zahlung in Millionenhöhe.
143 Millionen Dollar müssen die Majors zahlen. Die Kläger hatten behauptet, dass die Musikindustrie die Preise für CDs in den 90er Jahren künstlich aufgebläht hätte. Von der Zahlungssumme gehen 67,4 Millionen Dollar direkt an die Kläger. Für die verbleibenden 75,7 Millionen Dollar verteilen die Major-Labels CDs an Schulen und öffentliche Einrichtungen in den jeweiligen Bundesstaaten.
"Wir streiten alle Vorwürfe ab", liessen die Labels verlauten. "Dieser Vereinbarung zuzustimmen machte aus geschäftlicher Sicht Sinn und ist kein Schuldeingeständnis." Universal glaubt, dass die damalige Taktik sinnvoll war: "Sie zielte darauf ab, große und kleine Händler im Geschäft zu halten."
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