Ein Verantwortlicher des Verbandes der Musikindustrie in den USA (RIAA) hat jetzt erstmals eingeräumt, dass illegale Tauschbörsen vielleicht nicht mehr zu stoppen sein werden. Damit gibt es erstmals einen konkreten Hinweis auf ein einsetzendes Umdecken in der Plattenbranche.
So müsse man sich weniger darauf konzentrieren, die illegalen Tauschbörsen zu schließen, sondern eher damit beginnen, endlich legale Alternativen zu schaffen, die auch Kunden anziehen. Die bisherigen Versuche seien allesamt daran gescheitert, dass sich der Kunde mit viel Aufwand Musiktitel aus dem Internet downloaden musste, um diese dann auf CD zu brennen. Einen echten Preisvorteil gäbe es aber nicht, weil sich die kommerziellen Netzangebote noch immer an den Preisen für CDs orientieren würden.
Einer aktuellen Studie zufolge seien immerhin knapp 20% der Internetnutzer in den USA bereit, für kommerzielle Downloads zu zahlen. Dieses Potential müsse jetzt konkret genutzt und ausgebaut werden, um mit den illegalen Tauschbörsen ernsthaft in Konkurrenz treten zu können.
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