John Snyder ist Musikproduzent und erfolgstechnisch mit Leuten wie Frank Farian oder Dieter Bohlen zu vergleichen. Bereits 32 mal wurde er für den Grammy nominiert. In einem offenen Brief an die Organisatoren fordert Snyder jetzt die endgültige Akzeptanz von Mp3 in der Musikindustrie.
Grund für Snyders Aktivitäten ist die Überlegung der National Association of Recording Arts and Sciences (NARAS), sich der Anti-Tauschbörsen-Kampagne der RIAA anzuschließen. Snyder ist seit Jahren Mitglied der NARAS und wollte die Fortsetzung der Diskussion um Musik und Mp3 nicht wortlos weiterverfolgen.
Der Brief ist sehr ausführlich und beschäftigt sich mit der derzeitigen Situation in der Musiklandschaft. Für die Krise gibt es laut Snyder viele Gründe, wie z. Bsp. DVDs, Video Games, die Rezession oder die Qualität der im Radio gespielten Songs. Mp3 sieht er nicht als wesentlich Grund für die Krise, eher für eine Chance, da Mp3 ein unglaubliches Marketing-Potential für Plattenfirmen hat. So wäre es mit Mp3 möglich, nicht nur Newcomer-Bands zu promoten, sondern auch bereits etablierte Bands weiter nach vorn zu bringen.
John Snyder findet außerdem, dass die Musikindustrie ohne Probleme mit den Tauschbörsen erfolgreich konkurrieren könnte und zieht einen Vergleich mit Mineralwasser: Obwohl es Wasser auch umsonst gibt, kaufen sich viele Menschen trotzdem Mineralwasser. Auch die Musikindustrie müsste diese Denkweise annehmen und versuchen, den Konsumenten etwas so anbieten, dass es besser als das, was es auch umsonst gibt.
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